Haben Sie schon einmal von den Begriffen "Empathie", "aktives Zuhören" und "Ich-Botschaften" gehört? Nein?! Denn genau dies haben einige Schüler der Klassen 7- 9 gelernt. Vom 12. bis 14. November 2009 fand im Jugendhaus Wangen eine Ausbildung zum Mediator statt.
Nach einer kurzen Begrüßung lernten sich alle kennen und lieben. Das Hauptthema des Vormittags war "Gefühle", womit auch die Empathie verwickelt war. Denn das gehört zu den Grundfähigkeiten eines Mediators: Er soll sich in einen Menschen hineinversetzen können. Viele Spiele erleichterten uns das Lernen.
Was hat Mediation mit Eisbergen zu tun?
Gestärkt durch ein leckeres Mittagessen starteten wir gleich mit einem Vortrag eines schon ausgebildeten Mediators über "Eisberge". Der "Eisbergvortrag" zeigte uns, wie viel hinter einer Menschenseele versteckt ist und das man oft nur die Spitze eines Eisbergs sehen kann. Trauer erfasste uns, als wir merkten, dass die Zeit schon wieder vorbei war und wir nach Hause gehen mussten.
Doch zum Glück ging es gleich am nächsten Tag wieder weiter. Erneut waren bereits ausgebildete Mediatoren dabei, die uns diesmal die "Ich-Botschaften" erklärten, bei denen es darum geht, nicht immer nur seinem "Streitpartner" die Schuld an allem zu geben. Frau Ackermann und Frau Matthiesen führten uns über eine kleine Inszenierung direkt ins nächste Thema. Hier ging es um das "Aktive Zuhören", so interessierte sich Frau Matthiesen in dem Theaterstück überhaupt nicht für das, was Frau Ackermann sagte und uns wurde dadurch deutlich gemacht, wie es auf gar keinen Fall funktioniert.
Von aktivem und passivem Zuhören
Später durften auch wir, aktiv und passiv zuhören um festzustellen, wie man es in einer Mediation richtig macht. Nach dem Mittagessen wurde noch der schematische Ablauf einer Mediation und das Ziel dieser besprochen. Nach einigen Spielen endete so schon der zweite Tag.
Unser letzter Ausbildungstag hatte begonnen. Zuerst fanden wir uns gemeinsam mit den erfahrenen Mediatoren an einem Frühstückstisch wieder, an dem wir erstmal ausgiebig aßen und plauderten. Gestärkt davon, schritten wir zur Tat. Endlich durften wir unsere eigene Mediation gestalten! Wir wurden in Vierer-Gruppen aufgeteilt, zwei überlegten sich eine Geschichte von zwei Streitenden und zwei schlichteten den Streit als Mediatoren.
Uns allen machte das alles sehr viel Spaß gemacht. Zum Schluss bekamen wir einen Vertrag, der unser Mediatorendasein bestätigen sollte. Nachdem alles aufgeräumt war begaben wir uns letzten Endes nach Hause.
Die ganze Ausbildung war sehr lehrreich gestaltet und bereitete auch noch sehr viel Spaß gemacht.
Rachel Dalumpines, Lorna Bowden